Friedrich von Hardenberg - NOVALIS

Georg Philipp Friedrich von Hardenberg
NOVALIS
* 02. Mai 1772, Hettstedt/D
06:00h/LMT, TH-korrig: 05:56:29h/LMT
Friedrich von Hardenberg war der Spross einer kleinen Adelsfamilie im Kurfürstentum Sachsen und das zweite von elf Kindern; in dem Haushalt herrschte ein strenger pietistischer Glaube.
Er studierte Jura an der Universität Jena, der Universität Leipzig und der Universität Wittenberg.
In Jena veröffentlichte er sein erstes Gedicht und befreundete sich mit dem Dramatiker und Dichter Friedrich Schiller. In Leipzig lernte er Friedrich Schlegel kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Novalis schloss 1794 im Alter von 22 Jahren sein Jurastudium ab und arbeitete unmittelbar nach seinem Abschluss als Rechtsassistent in Tennstedt. Dort lernte er Sophie von Kühn kennen. Im folgenden Jahr verlobten sich Novalis und Sophie heimlich. Sophie erkrankte bald nach der Verlobung schwer und starb kurz nach ihrem 15. Geburtstag. Sophies früher Tod hatte einen lebenslangen Einfluss auf Novalis und sein Schreiben. Er selbst starb bereits im jungen Alter von 29 Jahren (fast am Abschluss des für ihn ersten Saturnumlaufs) am 25. März 1801 in Weißenfels.
Friedrich von Hardenberg gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Frühromantik, der über umfassende Kenntnisse der Naturwissenschaften, des Rechts, der Philosophie, Politik und der Wirtschaft verfügte. Schon das Jugendwerk macht deutlich, dass der Autor ausgesprochen belesen und gebildet war. Sein Werk umfasst, abgesehen von den Dichtungen, den Fragmenten und Essays, eine Fülle von Aufzeichnungen zu Geschichte und Politik, Philosophie, Religion, Ästhetik und Naturwissenschaftsgeschichte. Das kann man für einen noch so jungen Menschen als äußerst bemerkenswert bezeichnen.
Besonders im Hinblick darauf, aus welcher Geistesströmung Novalis hervorgekommen sein könnte, machte ich mich an die Arbeit, und unter Zuhilfenahme der Astrologie, genau das herauszufinden.


Es gibt neben anderen existierenden, vier Arten von Geistesströmungen, die mich besonders interessierten. Da gibt es die Aristoteliker-, die Platoniker-, die Novaliker- und die Rosenkreuzerströmungen. Diese vier lassen sich sehr gut in der Astrologie einfügen.
Wie man feststellen kann, ist einer darunter, der ‚Novaliker‘- Geistesströmung genannt wird. Menschen, die dieser Geistesströmung zugeordnet werden können, verfügen im Allgemeinen über folgende Merkmale:
Novaliker-Strömung
‚Dieser Strömungstype neigt zu der Gruppe Mensen die der Welt Romantisieren.
Wie Novalis und Schlegel streben sie nach einer progressiven „Universal-Poesie“ in welches sich Lyrik, Drama, Prosa, Philosophie, Kritik, Rhetorik, Kunst und Wissenschaft zum Ausdruck bringen lässt. Oft fühlen sie sich dazu berufen Übersetzer zwischen dem Über-natürlichen und der normalen Gegenwart sein. „Unser Leben ist kein Traum – aber es soll und wird vielleicht einer werden.“ Sie vermuten, Ganz im Sinne des Dichters Novalis in der Welt einen Rhythmus, der alle Teile zusammenbringt.‘
Nun gab es im Hinblick auf die Geistesstrom-Zuordnung des Friedrich von Hardenberg ein kleines Problem, denn er selbst sollte ja der Namensgeber für eine Strömung werden, die logischerweise erst nach ihm, entstanden sein muss. Novalis musste sich allerdings selbst zu ‚seine‘ Geistesströmung selbst hin entwickeln. Die berechtigte Frage war für mich daher: Welcher Geistesströmung dürfte Novalis selbst dann entsprungen sein?
In meiner (bescheiden formuliert: erfolgreichen) Art, die Astrologie mit andersartigen Impulsen zu ergänzen (AUM-Astrologie), ist im Horoskop eine starke Betonung der Rosen-kreuzerströmung sichtbar. Es gibt keine historischen Beweise oder Dokumente, die belegen, dass Novalis (Friedrich von Hardenberg) ein offizielles Mitglied des Geheimbundes der Rosenkreuzer war. Meine Forschung ordnet ihn jedoch wie folgt ein: Auf der Ebene der Geistesverwandtschaft war Novalis stark von mystischen, hermetischen und alchemistischen Strömungen beeinflusst, die auch für den Rosenkreuzer-Orden zentral waren.
Auf der Ebene der frühromantischen Mystik gilt er als Vertreter einer "magischen" Welt-anschauung, die eine tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Natur sucht, was Parallelen zur rosenkreuzerischen Philosophie aufweist. Im Hinblick auf ein Interesse an Geheim-bünden ist zu erwähnen, dass er, wie viele Intellektuelle seiner Zeit, ebenfalls an Geheimlehren und der Überwindung rein rationaler Weltbilder interessiert war, ohne sich jedoch zwingend formell zu verpflichten. Novalis war somit ein geistiger (astrologisch betrachtet sehr starker) Verwandter der rosenkreuzerischen Ideen.
In dem von Novalis verfassten Lied ‚Was wär ich ohne dich gewesen?‘, dem ersten der Geistlichen Lieder, wird diese mystische Verwandtschaft etwas ersichtlicher.
Darin lautet die achte Strophe:
Da kam ein Heiland, ein Befreyer,
Ein Menschensohn, voll Lieb’ und Macht
Und hat ein allbelebend Feuer
In unserm Innern angefacht.
Nun sahn wir erst den Himmel offen
Als unser altes Vaterland,
Wir konnten glauben nun und hoffen.
Und fühlten uns mit Gott verwandt
Friedrich von Hardenbergs Talent bestand aus einer Mischung von sehr sanften, spirituellen, positiven Energien und einer feinen Schwingung, die den Dienst in diesen höheren Schwingungen möglich machte. Es waren kreative Energien, die dem Geist halfen, sich zu anderen Dimensionen hin auszurichten; er strebte dabei nach einer steten Veränderung, wobei er mutig und frei war.
Kein Wunder also, dass die AUM-Methodik den Ur-Charakter der Intuition ausweisen sollte und NOVALIS deshalb zum Geistigen, zum Kosmos ausgerichtet war.
02. Mai 2026/HjW

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