SoFi-Sophie, oder die Weltuntergang kommt später

 SoFi-Sophie oder: die Weltuntergang kommt später.


  Ganze Nationen sind wieder in Aufruhr: Es kommt eine Sonnenfinsternis, Hilfe!! Und … ach ja: "Jetzt geht wohl die Welt unter!"
  Ja, der Mensch ist bei solchen Ereignissen nun mal etwas empfindlicher als sonst, selbst die Hartgesottenen bekommen unter Umständen weiche Knie, besonders wenn es dann auch noch Leute gibt, die aus bestimmten, auch persönlichen Gründen das Ganze möglichst negativ unterstützen.
Der Teufel will auch was vom Kuchen abhaben an solchen „Feiertage“.
So, genug der Verbreitung von Ironie. Wie ist es denn jetzt mit der Sonnenfinsternis am 12. August 2026, die dann über unseren Köpfen hinweg stattfindet, bestellt? Muss man sich jetzt fürchten und denken, dass es noch dicker kommt, als es bereits der Fall ist? Oder kann die Sonnenfinsternis nicht doch erhellend wirken und Licht in die Dunkelheit verbreiten? Liegt das Wunder nicht darin, dasss nach kurzer Verdunkelung, die Sonne ihr Licht wieder über die Welt verbreitet? Wie grausam wäre es, wenn es Dunkel bliebe!
   Also, ich finde, man kann der Sonnenfinsternis, zwar nicht physisch, aber geistig sehr wohl Positives abgewinnen, auch wenn Spannungsaspekte in dem Horoskop nicht zu übersehen sind.
Die einzelnen Planetenaspekte zu erwähnen, besonders die negativen, überlasse ich den defizitorientierten Kennern, dafür möchte ich hier auf ganz andere Dinger schauen.
Zum Beispiel darauf, ob man vielleicht etwas Positives aus dieser SoFi schöpfen kann. Und wenn man mich fragt, woran ich das festmache, möchte ich darauf hinweisen, dass just zu der erwähnten Stunde der Himmel voller Drachenformationen (oder soll man nicht besser von "Geigen" sprechen?), sprich „Talentdreiecke“, und ein paar Kuverts (mystische Vierecke) hängen wird, an denen der Erzengel Michael und die DHL ihren Spaß hätten. Diejenigen, die daran interessiert sind, mögen dort bitte selbst nachschauen. Ich möchte hier nur auf ein paar Besonderheiten schauen, die im Allgemeinen kaum Aufmerksamkeit erhalten und doch so ergiebige "Antworten" sein können.

 Zum Beispiel möchte ich die Position des Aszendenten auf 09° Wassermann erwähnen. Schaut man das sabische Symbol des Grades an, dann könnte das bereit ein erfreuliches Geschenk des Himmels werden: "Eine Flagge verwandelt sich in einen Adler" oder: "Die dynamische Verkörperung neuer sozialer Werte in Menschen, die das geistige Potenzial und die größte Wichtigkeit dieser Werte veranschaulichen." Dieses Symbol gibt uns – wie üblich – einen technischen Hinweis. Den neuen Archetypus zu "sehen", den neuen Wertmaßstab mit dem eigenen Denken zu erfassen, ist nicht genug. Der Seher muss zum Handelnden werden. Das Überpersönliche wird dynamisch und in den Brennpunkt gerückt. Hier begegnen wir dem AUSFÜHRER der Vision." "Es geht um die Belebung eines machtvollen Symbols, seine Verkörperung in lebendige Wirklichkeit, das heißt in eine Person, die imstande ist, im Bewusstsein in den höchsten geistigen Bereich emporzufliegen. Dem Archetypus werden Lebenssubstanz und Flügel gegeben. Das Bild ist Macht geworden". Unmittelbar am Aszendenten befindet sich der Glückspunkt. Somit wird der Aszendent noch mal aufgewertet, denn das will sagen, dass in mehreren Hinsichten sich das Glück entfalten könnte, zum Beispiel: Glück durch Individualität und Freiheit.

 Glück zur Sonnenfinsternis?
Das Glück kann daher mit Unabhängigkeit und freigeistigem Denken verbunden sein. Es kann zum authentischen Ausdruck führen und unter dieser Konstellation könnten Ideen frei von Konventionen verfolgt werden. Das Glück kann sich ebenfalls durch soziale Kontakte und Netzwerke entfalten: Der Wassermann ist ein Luftzeichen und betont Freundschaften, Gruppenaktivitäten und kollektive Projekte. Diese „Glückspaarung“ am Himmel kann soziale Interaktionen fördern, Austausch mit Gleichgesinnten oder Engagements in Gemeinschaften entfalten oder auch mit Innovationen und Technologie zusammenhängen, denn der Wassermann regiert, durch seinen Herrscher Uranus auch Technologie, Wissenschaft und zukunftsweisende Ideen. Glückverheißend können innovative Projekte, kreative Lösungen oder das Nutzen moderner Tools zuteil werden.

   Da der Pars Fortuna am Aszendenten steht, können spontane Gelegenheiten oder unerwartete Wendungen oft Glücksbringer werden, man muss „nur“ offen für neue Erfahrungen sein! Persönlich finde ich, dass diese Sonnenfinsternis geradezu glückverheißend werden könnte, besonders in humanitären Angelegenheiten und Zukunftsvisionen. Der Wassermann steht für Humanität, soziale Gerechtigkeit und Visionen für die Zukunft. Glück findet man oft überall dort, wenn man sich für größere Ziele einsetzt, die über einen selbst hinausgehen, und nicht zuletzt, was man selbst daraus macht. In diesem, ja doch eigentlich fantastischen Zusammenhang eingebettet, haben sich just zu der Zeit ein paar Drachenkonstellationen und mystische Vierecke am Himmel gebildet: "Wer Augen hat, der sehe!"

Der sensitive "Pars der Heilpädagogik
 Solche Ereignisse brauchen für den einen oder anderen einen „Support“ der besonderen Art, eine, „heilpädagogische Unterstützung“, um damit umgehen zu können. Ich habe versucht, auch auf dem Gebiet eine astrologische Unterstützung zu bieten, und einen Pars kreiert, der genau das zum Ausdruck bringen will, den Pars „HepaKurs“. „Hepakurs“ ist ein Kürzel und wurde aus den Worten „Heilpädagogischer Kurs“ geformt. Spinnerei? Nein, mitnichten. Einen (sogar ersten!) heilpädagogischen Kurs gab es tatsächlich im Zeitraum vom 25. Juni bis 7. Juli 1924 in Dornach/CH. Auf dieser Grundlage wurden Möglichkeiten geschaffen, Menschen, die in ihrem täglichen Leben auf Hilfe anderer angewiesen sind, fachlich zu unterstützen. De facto sind wir doch alle in irgendeiner Weise in irgendeiner Form auch auf andere angewiesen, die uns, wenn nötig, behilflich sein können. Dieses astrologisch zum Ausdruck bringen zu können, war beim Zustandekommen des sensitiven Punktes wichtig (mehr darüber im Buch "Bewusstseinspunkte im Horoskop – Eine Alchemie des Geistes in Tierkreiszeichen und Häuser“/Frühling 2027)

Der „Pars Hepakurs“ steht zur Zeit der Sonnenfinsternis auf der Position
8° Steinbock in Haus 11: Den folgenden Kontext habe ich mit dem Ist-Zustand, in allgemein übertragener Form und wie man in einer Art aus dieser Sackgasse herauskommen kann, verknüpft:

 
Die innere Verhärtung. Depression, Melancholie, emotionale Kälte oder rigide Regeln. Es sind die einsamen Seelen, die sich aus Selbstschutz von der Welt abschließen. Das führt zu Depressionen, Härte und seelischer Erstarrung.
Das Heilpflegerische liegt darin, die Strukturen durch Humor zu erweichen, durch Wärme, Musik und nicht zuletzt durch das Auflösen von Leistungsdruck! Ein seelischer Heileffekt könnte dann entstehen, wenn das langsame Aufschmelzen der emotionalen Schutzmauern hin zu echter Weichheit wird, harte Strukturen ersetzt werden durch Bewegung und seelische Flexibilität.
Seelische Entsprechung: Schicksals-Seele, Wunde im Bereich Verantwortung.
Eine "geisteswissenschaftliche" Sicht: Saturnkräfte, die durch Chiron zu Reife werden.
Wenn die Herausforderung aus Härte, Isolation, und Pflichtlast besteht, kann eine heilende Wirkung aus Grenzsetzung, Erdritualen und Zeitpflege bestehen und so die Wunde zur Kraft der Meisterschaft werden. 

11. Haus: Gemeinschaft und soziales Ideal – Zukunft und Inspiration.
Wirkung: Gefühl der Isolation oder Utopien, die nicht geerdet werden können.
 Ein "geisteswissenschaftlicher" Blick: Die Vorbereitung auf zukünftige Formen des Zusammenlebens, wobei Heilung durch das Einbringen der eigenen Individualität in ein brüderliches Kollektiv geschieht.
 Um sich einen Platz in der Gemeinschaft (Freunde/Gruppe) zu ergattern, sind zunächst die größten Herausforderungen zu meistern, die da zum Beispiel wären: die Außenseiterrolle, Isolation oder die Unfähigkeit, sich in Gruppen einzufügen. Die Heilpflege besteht dann zum Beispiel aus gezielter Gruppenintegration. Förderung von kooperativen Projekten (z.B. gemeinsames Gärtnern oder Musizieren etc.), bei denen jeder Teil des Ganzen ist. Jetzt stelle man sich das Ganze in übertragenem Sinne für die ganze Menschheit vor.
 Das heißt: „Auf Teufel komm raus" nach Wegen zu suchen, die zusammenbringen und nicht trennen! Zeigt, dass wir Menschen sind und keine Tiere!

Summa summarum bin ich der Meinung, dass man dieser Sonnenfinsternis nicht nur mit negativen Aspekten annähern muss. Es gibt ausreichende Möglichkeiten, daran Positives zu verknüpfen und danach zu handeln. Ich halte es, trotzdem der Kosmos uns nützlich sein kann,  mit Elisabeth Vreede, die sich in etwa so geäußert haben soll: „Warten wir nicht darauf, was die Sterne uns sagen wollen, sondern sagen wir den Sternen, was wir wollen.“ Das ist zwar eine Umkehrung des traditionellen astrologischen Denkens, aber es geht dabei um Freiheit, das ist das Wichtigste. Warum muss die Astrologie immer fatalistisch sein?
Man sieht sich hoffentlich bei hellem Sonnenlicht bald wieder. Happy SoFi!

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